Das neue Jahr hießen wir in der Bucht Margarita willkommen. Gut geschützt in der kleinen Bucht gab es Silvester ein typisch feuerländisches "Asado", d.h. es wurde gegrillt, direkt am Strand des Beagle-Kanals. Esteban holte seine Gitarre von Bord und so verbrachten wir den Abend mit bestem chilenischen Wein und bestem argentinischen Steaks und einem spektakulären Blick auf das Kreuz des Südens, das am komplett wolkenlosen Himmel gut zu erkennen war. Es war ein besonderer Beginn des neuen Jahres für jede/n einzelne/n von uns.
Dieses Mal war das Wetterfenster, um das Kap Hoorn zu umrunden, noch kürzer als zunächst angenommen. Aber wir schafften am 28.12. die letzte Umrundung des Jahres unter Segeln. Kaum waren wir rum um das Kap, nahm der Wind aus Südwest zu, so dass wir letztendlich ebenfalls die 60 sm zurück zum Beaglekanal unter Segeln zurücklegen konnten.
Glückwunsch an die neuen Kap Horniers: Nina, Uta, Ralf, Willi und Heinz
Obwohl das Geld fehlt und der Zeitpunkt denkbar ungünstig ist, erfüllen sich der Chilene Osvaldo E. Escobar Torres und seine Frau Jutta Walter ihren Lebenstraum: auf eigenem Kiel von Europa nach Feuerland am Südzipfel Südamerikas zu segeln. Mit ihrer 16 m langen Stahlyacht POLARWIND geht es von Griechenland durchs Mittelmeer und über den Atlantik nach Brasilien. In Buenos Aires rüsten sie in monatelanger Eigenarbeit ihr neues Zuhause für das Segeln in den hohen Breiten und nehmen dann Kurs auf das berüchtigte Kap Hoorn – immer mit dabei ihr kleiner Sohn Theo, wechselnde Freunde und Bekannte, eine chronisch leere Bordkasse, aber auch das Vertrauen, trotz aller Wenns und Abers genau das Richtige zu tun.
Unterhaltsam und spannend beschreibt die Autorin das einfache und entbehrungsreiche Leben an Bord und an ihrem Zielort Feuerland. Sie berichtet von zu Herzen gehenden Bekanntschaften und faszinierenden Begegnungen mit Walen, von unerträglicher Hitze und tagelangen Schneestürmen, vom...
Wie es schon fast eine Tradition an Bord der SY Polarwind ist, gab es nach erfolgreicher Kap-Hoorn-Umrundung dieses Mal in der Caleta Banner auf der Insel Picton ein Captain´s Dinner. Der Skipper legte sich kulinarisch ins Zeug und überraschte die Crew mit einer Vorspeise mit Meeresfrüchten auf Avokado, als Hauptgericht argentinisches Roastbeef mit Curryreis und als Dessert Obstsalat mit Rum. Dazu gab es Sekt und Wein aus Argentinien und Chile.
Um diese kleine Feier gleichzeitig lustig und ernst zu machen, bastelte die Crew Krawatten und so fand die offizielle Übergabe der Kap-Hoorn-Urkunden direkt an Ort und Stelle statt.
Trotz der schlechten Wettervorhersage für das ganze Revier nutzen wir ein passendes Wetterfenster für die Umrundung des Kap Hoorns. Um 3 Uhr morgens warfen wir die Leinen in Puerto Toro los und waren genau 12 Stunden später vor dem legendären Kap. Aufgrund guter Sicht konnten wir das Kap von West nach Ost sehr nah bei einer Geschwindigkeit von 6 Knoten umrunden.
Unsere Törns finden ja absichtlich im Sommer auf der Südhalbkugel statt, u.a. um nicht im tagelangen Schneesturm ausharren zu müssen – aber das Wetter auf Feuerland ist und bleibt nun mal unberechenbar und hatte auf dem ersten Törn dieser Saison so manche Überraschung für uns parat. So zwang uns ein anhaltendes Tiefdruckgebiet im Revier Kap Hoorn zunächst Kurs auf die Gletscher Feuerlands zu nehmen. Die starken Winde aus West und Südwest ließen uns nur langsam vorankommen, so dass Geduld gefragt war, bis wir endlich an unserem ersten Ziel – dem Gletscher Pia – ankamen. Es war nicht nur der ständige Gegenwind, sondern v.a. tagelanger Schneefall mit einer Sicht von nur wenigen Metern, der diesen ersten Teil des Törns zu einer echten Herausforderung für jedes einzelne Crewmitglied machten. Aber alle packten bei den unerwarteten Aufgaben - wie z.B. das Deck täglich neu vom Schnee zu befreien – mit an und so erreichten wir endlich den Gletscher. Und dann kam doch noch das langersehnte...
Ganz herzlich möchten wir uns wieder einmal bei unserem Freund und Sponsor Gilberto Ferrari von der Firma Cape Horn SRL in Italien bedanken. Seit einigen Jahren schon arbeiten wir zusammen und auch in diesem Jahr hat Gilberto uns wieder Stücke seiner neuen Kollektion geschickt und so Skipper Osvaldo für die neue Saison nicht nur praktisch, sondern auch sehr modisch eingekleidet. Danke, Gilberto!
Ab der neuen Saison sind acht neue automatische Schwimmwesten an Bord. Aufgrund unserer Erfahrung und weil es für uns wichtig ist, nicht nur qualitativ sehr gute, sondern auch bequem zu tragende Westen für die Crew an Bord zu haben, haben wir uns für das Modell Secumar Arcona 220N entschieden.
Secumar Arkona 220 mit Aufblasbar/Automatik 3001 S 220 N/43 g, 280 N/56 gab 45 kg Schwimmkörper signalorange, in Schutzhülle, Reflexstreifen, Lasche für Seenotleuchte Nackenfleece, Bergegurt, Signalflöte, Schlaufen für Schrittgurt, Westentasche, Schrittgurt Ja Yacht- und Fahrtensegler, Jollensegeln, Hochseesegeln (Blauwasser), Motorschiff (Blauwasser) Ein breites Leistungsspektrum kombiniert mit sportlichem Design. Der längliche Schnitt der Secumar Arkona 220 / 275 sorgt für einen angenehmen Sitz des Gurtes im unteren Brustbereich. ISO 12402