Am 06.11. wurde unser Mitsegler Jens 50 Jahre alt. Es war eine gelungene Überraschung für Jens, als wir uns mit ihm am Vorabend zum Törn auf ein Bier im Club verabredeten und ihn dann dort mit einer Geburtstagstorte und einer Flasche Sekt erwarteten. Mit uns feierte die Crew der holländischen Yacht Anna Marie sowie zwei Segler aus den USA. Eine Geburtstagsfeier im südlichsten Segelclub der Welt mit neun Personen und fünf unterschiedlichen Nationalitäten – das ist schon was Besonderes. Jens…Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!
SY Polarwind
Osvaldo Escobar (Skipper) und Mauro Carizzo (Bootsmann) sind bereits an Bord der SY Polarwind eingetroffen. Derzeit bereiten die beiden die letzten Dinge für den Saisonstart vor. Insgesamt zehn Törns wird die SY Polarwind in dieser Saison im Revier Kap Hoorn und Feuerland segeln. Neue Funkgeräte sowie eine Überwachungskamera im Maschinenraum sind schon installiert, denn die Sicherheit an Bord hat nach wie vor oberste Priorität. Bald kann es dann losgehen. In wenigen Tagen kommen die ersten Mitsegler/innen an Bord.
Mit Beginn der Saison 2013/14 bekommen all unsere Mitsegler/innen 12% Rabatt beim Kauf von Segel- oder Outdoor-Bekleidung im Mountain House in Punta Arenas. Das Geschäft liegt in der Hauptstraße von Punta Arenas und ist u.a. offizieller Partner der Firma Marmot in Chile. Wer noch wetterfeste Kleidung oder sei es nur Mütze oder Handschuhe gebraucht, ist dort sicherlich an der richtigen Adresse, denn das ist die letzte Chance auf einen Einkauf vor Kap Hoorn!
Am 28.September hielt Skipper Osvaldo Escobar einen Vortrag im Segelclub Windjammerfreunde in Maintal. Inhalte des Vortrags waren die Meteorologie am Kap Hoorn, die Route, die Segelyachten heutzutage um Kap Hoorn wählen, die Geographie Feuerlands und allgemeine Informationen zu einem Törn am Ende der Welt. Beeindruckenden Bilder und ein Video einer Kap-Hoorn-Umrundung unter Segeln rundeten den sehr informativen und spannenden Vortrag ab. Unser Dank gilt allen Mitgliedern der Windjammerfreunde für Ihre Gastfreundschaft und die netten gemeinsamen Momente im Clubhaus „Kap Hoorn“ und insbesondere Reiner Tirula und Uwe Amthauer für die gute Organisation des Abends.
Mauro Carrizo, 21 Jahre alt, ist Argentinier. Er hat den argentinischen SKS und jede Menge Segel- und Regatta-Erfahrung an der südamerikanischen Atlantikküste sowie im Revier Feuerland. Mauro hat eine Ausbildung als Elektrotechniker gemacht und drei Jahre in einem Musikkonservatorium mit Schwerpunkt Kontrabass studiert. Seine Leidenschaft ist und bleibt aber das Segeln. 2012 hat er hat er auf einem mehrmonatigen Törn den südlichen Teil Südamerikas auf der deutschen Segelyacht Walkabout von Mar del Plata (Argentinien) bis Puerto Montt (Chile) umsegelt und dabei auch erfolgreich das Kap Hoorn gerundet. Während eines dreimonatigen Aufenthalts in Deutschland im Frühjahr 2013 hat erdie deutsche Kultur und Sprache kennen gelernt und freut sich auf die Arbeit auf der SY Polarwind. Ab Oktober 2013 ist er als Bootsmann an Bord.
Im gesamten Revier Feuerland und Kap Hoorn entscheidet die chilenische Marine darüber, in welchen Buchten geankert werden darf. Ankert man in einer Bucht, die zwar für eine Segelyacht sicher, aber nicht von der Marine frei gegeben ist, drohen Geldstrafen bis hin zu Segelverbot. Fast alle Skipper mit langjähriger Kap Hoorn Erfahrung sind sich darüber einig, dass nicht immer die ausgewiesenen Buchten die sichersten für eine Segelyacht sind, denn der entsprechende Ratgeber wurde v.a. für große Marineschiffe geschrieben. Auch die Marine hat das eingesehen und nun Skipper und Eigner der SY POLARWIND Osvaldo Escobar als ehemaliges Marinemitglied und erfahrenen Segler im Revier gebeten, einen ausführlichen Bericht über speziell für Segelyachten geeignete Buchten zu verfassen.
Der Bericht ist im Mai 2013 bei der Marine eingegangen und wird nun in Valparaiso ausgewertet. Wird er mit all den von Osvaldo vorgeschlagenen Buchten von der Marine akzeptiert, wäre das ein großer Schritt sowohl...
Die SY POLARWIND hat wieder einmal erfolgreich das Kap Horn umrundet. Bei 30 bis 35 Knoten aus West/Südwest segelte sie unter Genua und Großsegel von West nach Ost ums Kap. Kaum zurück in Puerto Williams war schon die nächste Schlechtwetterfront in Anmarsch, so dass die Häfen in Ushuaia und Puerto Williams geschlossen wurden. Nach einer stürmischen Nacht lief die POLARWIND erneut aus, dieses Mal Kurs West zu den Gletschern der Darwin-Kordillere. Aber sie kam nur 15 Meilen weit. Wieder hatte der Wind zugenommen und an ein Weiterkommen gegen an war nicht zu denken. Skipper Osvaldo entschied umzukehren, gut so, denn im Laufe der Nacht gab es Böen bis knapp 70 Knoten. Also Plan B: Wandern statt segeln. So machte sich die gesamte Crew auf den Weg zum Gipfel des Cerro Bandera (Fahnen-Berg). Mit einem phantastischen Blick auf den windgepeitschten Beagle-Kanal wurde der Aufstieg belohnt. Mit guter Laune und der richtigen Einstellung kann also auch ein wetterbedingter Nicht-Segeltag zu...
"ABENTEUER – Mit der Yacht zu eisigen Gipfeln: Bergsteigen in Feuerland" heißt es auf der Titelseite der aktuellen Ausgabe (2/13) der Zeitschrift YACHT. Der Bericht handelt von der erfolgreichen Erstbesteigung des Monte Giordano auf Feuerland. Die Bergsteiger Robert Jasper, Jörn Heller und Ralf Gantzhorn waren im März und April 2011 mit der SY POLARWIND unterwegs zu diesem Gipfel. Ein anhaltendes Sturmtief machte die Expedition zu einem wahren Abenteuer. Eine ganze Woche lang war die Yacht auf dem Weg zu besagtem Berg aufgrund des schlechten Wetters in einer kleinen geschützten Bucht gefangen.
Die ersten zwei Wochen des neuen Jahres war die SY POLARWIND in der Gletscherwelt Feuerlands unterwegs. Auf diesem Törn ging es ab Puerto Williams zunächst westwärts und durch den Nordwest-Arm zum atemberaubenden Gletscher Pia. Nach einem Abstecher zur unbewohnten Insel Chair (engl. Stuhl, nach ihrer eigentümlichen Form von Fitzroy im Jahr 1833 so benannt), segelte die Yacht durch den Kanal Barros Merino und dann weiter durch den Südwest-Arm des Beagle-Kanals. Beim Gletscher Francisco Coloane lag eine kleine französische Yacht mit einem Motorproblem vor Anker. Sich gegenseitig Hilfe zu leisten ist in diesem einsamen und oft so unwirtlichem Revier mehr als selbstverständlich und so nahmen die Franzosen dankbar eine fast neue Batterie der POLARWIND als Leihgabe entgegen, mit der sie ihren eigenen Motor schnell wieder in Gang brachten. Die POLARWIND segelte weiter gen Osten, suchte bei 40 bis 45 Knoten aus Nord-West Schutz in der kleinen Bucht „Borracho“ (Der Betrunkene) und unter...