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Historisches Treffen in Berlin 26.6.2026

calendar_month 28.06.2026 01:00

Historisches Treffen in Berlin: ein neues Kapitel im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums der Patagonien-Expedition von Gunther Plüschow

Berlin, 27.06.2026

An diesem Wochenende fand in Berlin eine bedeutende kulturelle und historische Begegnung im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum der Ankunft des deutschen Forschers und Piloten Gunther Plüschow in Patagonien statt. Seine Expedition stellte einen Meilenstein in der Geschichte der Luftfahrt, der maritimen Erforschung und der geografischen Dokumentation der südlichen Regionen Chiles und Argentiniens dar.

Am Freitag, den 26. Juni, hatten die Vertreter des Freundeskreis Gunther Plüschow – Berlin, Gerhard Ehlers und der Chilene Osvaldo E. Torres, die besondere Ehre, in Berlin Erika Schmidt zu empfangen, die Tochter von Josef „Seppel“ Schmidt, dem bekannten Maschinisten und Besatzungsmitglied des historischen Kutters Feuerland. Josef Schmidt war von Beginn an Teil der Expedition von Gunther Plüschow – von der Konstruktion des Schiffes im Hafen von Büsum, Deutschland, bis zur Ankunft in Punta Arenas, Chile, im Jahr 1928.

Diese Begegnung ermöglichte es, neue historische Hintergründe sowie wertvolle persönliche Zeugnisse über diese außergewöhnliche Reise durch die Kanäle, Fjorde und die damals weitgehend unerforschten Gebiete Feuerlands und des Kap Hoorn kennenzulernen.

Erika Schmidt, in Punta Arenas – Chile geboren, teilte Erinnerungen aus ihrer Familie, Erlebnisse aus ihrer Kindheit auf den Estancias der Region Magallanes sowie ihre späteren Reisen zwischen Chile und Deutschland. Dadurch vermittelte sie einen besonders persönlichen und menschlichen Einblick in die Geschichte dieser einzigartigen Expedition.

Während des Treffens wurde Erika eine Sammlung von Artikeln und Veröffentlichungen überreicht, die in verschiedenen deutschen und chilenischen Medien erschienen sind und die historische sowie kulturelle Bedeutung der Expedition von Gunther Plüschow und das Vermächtnis aller Beteiligten dokumentieren.
Darüber hinaus zeigte Erika anhand einer nautischen Karte die genaue Route, die die Feuerland während ihrer Reise zurücklegte. Mit großer Detailkenntnis erläuterte sie die Herausforderungen, denen sich die Expedition ihres Vaters und Gunther Plüschows bei der Durchfahrt durch die unbekannten und anspruchsvollen Seegebiete Patagoniens stellen musste.

Zum Abschluss dieser unvergesslichen Begegnung wurde ein ganz besonderer Ort gewählt: das historische Restaurant „Marinehaus“ in Berlin, direkt am Ufer der Spree gelegen. Das Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert steht eng mit der deutschen maritimen Tradition in Verbindung und diente ursprünglich als Treffpunkt im Umfeld der Kaiserlichen Marine.

Im Laufe seiner Geschichte war das Marinehaus Zeuge bedeutender Ereignisse, darunter auch die Zeit der Deutschen Revolution von 1918/1919. Bis heute bewahrt dieser Ort seinen historischen Charakter und verbindet Vergangenheit, Kultur und Begegnung im Herzen Berlins.

Dieser besondere Rahmen war zweifellos der passende Ort, um mit Erika Schmidt zusammenzukommen, ihren Erinnerungen zu lauschen und die historischen sowie freundschaftlichen Verbindungen zwischen Deutschland und Chile weiter zu stärken. Dieses Treffen bildet den Auftakt zu einer Reihe weiterer Aktivitäten anlässlich des 100-jährigen Jubiläums dieser bedeutenden Patagonien-Expedition.

Zu den kommenden Initiativen gehören mehrere Fahrten und Forschungsnavigationen im Bereich des Beagle-Kanals gemeinsam mit Erika Schmidt, Journalisten, Nachfahren von Expeditionsteilnehmern von Gunther Plüschow sowie Mitgliedern des Freundeskreis Gunther Plüschow – Berlin. Ziel ist es, Teile der historischen Route zu erforschen, fotografisch festzuhalten, zu dokumentieren und weiterzugeben, die ihr Vater Josef „Seppel“ Schmidt während der Fahrt des Kutters Feuerland durch das Kap Hoorn im Jahr 1929 zurücklegte.
Diese Aktivitäten sollen Erinnerungen, Bilder und historische Dokumente bewahren und dazu beitragen, den kommenden Generationen die Bedeutung dieser außergewöhnlichen Expedition in den südlichen Regionen näherzubringen.

Darüber hinaus ist ab Dezember 2026 eine audiovisuelle Präsentation gemeinsam mit Erika Schmidt in der Region Magallanes geplant. Dabei werden Erinnerungen, Dokumente und persönliche Erfahrungen rund um diese Geschichte der Erforschung und Navigation vorgestellt.

Im Rahmen dieser Gedenkaktivitäten ist außerdem die offizielle Übergabe von Originalteilen und historischen Elementen des Kutters Feuerland von Gunther Plüschow an Institutionen, kulturelle Einrichtungen und Museen in Punta Arenas und Puerto Williams vorgesehen. Damit soll dieses bedeutende historische Erbe bewahrt, zugänglich gemacht und für zukünftige Generationen erhalten werden.

Diese kulturellen Aktivitäten verfolgen nicht nur das Ziel, die Erinnerung an eine der bedeutendsten Expeditionen Patagoniens lebendig zu halten, sondern auch die historischen, kulturellen und menschlichen Verbindungen zwischen Deutschland und Chile durch Forschung, Navigation, Entdeckung und persönlichen Austausch weiter zu vertiefen.

Unser besonderer Dank gilt allen Personen und Institutionen, die unsere bisherigen Aktivitäten unterstützt und begleitet haben, sowie den Printmedien in Deutschland, Chile und Argentinien, die durch ihre Berichterstattung dazu beigetragen haben, diese Geschichte bekannt zu machen und die Erinnerung an Gunther Plüschow, die Feuerland und all jene Menschen wachzuhalten, die diese außergewöhnliche Reise an die südlichen Enden der Welt ermöglicht haben.

Dieses historische Treffen in Berlin stellt einen weiteren wichtigen Schritt dar, um ein gemeinsames kulturelles Erbe zu bewahren und weiterzugeben – ein Vermächtnis, das Chile und Deutschland gleichermaßen verbindet.