News

menu_open Alle News anzeigen

Kap Hoorn am 17.02. wieder geschafft.

calendar_month 18.02.2026 01:00

Unsere letzte Expedition auf den Spuren des großen deutschen Entdeckers Gunther Plüschow führte uns erneut in die wilden Gewässer am äußersten Ende der Welt. Wir liefen von Puerto Williams aus – dem letzten Hafen vor der Stille des Südens – mit Kurs auf Puerto Toro, einem kleinen, einsamen Außenposten der Menschheit im Süden Patagoniens.

Nur 22 Seemeilen von unserem Ausgangspunkt entfernt legten wir einen kurzen Zwischenstopp ein. Zwischen schroffen Bergen und einem ständig wechselnden Himmel bereiteten wir unsere Yacht vor und stärkten uns an Bord, wohl wissend, dass entscheidende Stunden vor uns lagen. Um 20:00 Uhr nahmen wir erneut Kurs auf die Islas Wollaston – mit dem klaren Ziel, das legendäre Kap Hoorn in den frühen Morgenstunden zu erreichen, dort, wo sich die Ozeane begegnen und Geschichte in Wind und Salz geschrieben wird.

Das Zeitfenster mit günstigem Wind sollte nur von kurzer Dauer sein. Aus südwestlicher Richtung näherte sich ein schwerer Sturm, der ab dem Morgen des 18. aufziehen würde. Die See baute sich rasch auf – doch ebenso wuchs unsere Entschlossenheit. Mit kraftvollem und entschlossenem Vorstoß über die ersten 55 Seemeilen durch die Nassau-Bucht, Wellen schneidend und Böen trotzend, gelang es uns, Cabo de Hornos am 17.02. um 07:00 Uhr zu erreichen. Dort, unter dem wachsamen Blick des Leuchtturms und einem dramatischen Himmel, setzten wir einen weiteren Meilenstein in unseren Erkundungen dieser extremen Region.

Es war mehr als eine Passage – es war ein gemeinsamer Wille.

Meine aufrichtige Anerkennung gilt meiner außergewöhnlichen Crew: Julius, Gerhard, Lucas, Peter und Ingrid. Danke für euren Mut bei den Manövern, für eure Ruhe in anspruchsvollen Momenten, für die Musik während der Nachtwachen, für die täglichen Geschichten und für den Humor, der uns stets begleitete. Jeder Einzelne war ein unverzichtbarer Teil dieses Erfolges.

Wie es Gunther Plüschow einst ausdrückte:

 „Die Geschichte verbindet uns.“

Und hier, am Ende der Welt, haben wir die Tiefe dieser Worte gespürt. Uns verbindet das Vermächtnis jener, die vor uns segelten, uns verbindet die Herausforderung der Gegenwart – und uns verbindet die Spur, die wir gemeinsam im Süden hinterlassen haben.

Danke, dass ich diese 11 Tage voller Seemannschaft, Kameradschaft und wahrer Abenteuer mit euch teilen durfte.

Mit Stolz und Dankbarkeit,

Kapitän Osvaldo